Donnerstag, 2. Februar 2012

Buchtipp: Mog


Vielen Dank für eure lieben und mitfühlenden Kommentare zum Abschied von Katze Pinky. Wir haben ihr im Garten ein kleines Grab mit einer Einfassung aus Ziegelsteinen gemacht und sind noch immer recht traurig.

Weil wir eine Familie von Büchersammlern sind, kommen wir auch bei diesem traurigen Thema nicht an Büchern vorbei, dazu muss ich aber erst ein wenig ausholen.

Judith Kerr ist im deutschen Sprachraum vor allem für den ersten Teil ihrer Autobiographie, "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", bekannt. Daneben hat sie aber eine Serie fantastischer Katzen-Bilderbücher geschrieben und illustriert: Mog the Cat. Mein erstes Mog-Buch (im Bild links) habe ich selbst als Kind bekommen und sehr geliebt, mein zweites Mog-Buch dann schon als fast Erwachsene, weil mich die Zeichnungen und Geschichten immer noch so begeisterten.


In der nächsten Generation hat Ravensburger die herrlichen Bücher leider nicht mehr aufgelegt und so müssen wir ins englische Original ausweichen. Und das ist sogar gut so, denn im Original gibt es noch viel mehr Geschichten von Mog.

Auch das erste Lieblingsbuch meiner älteren Tochter: Mog! Hier seht ihr sie (sorry, eingescannt hätte besser ausgesehen ...) mit knapp 14 Monaten beim Lesen und Gebärden ihrer damals absoluten Lieblingsgeschichte - Mog feiert Weihnachten.


Fast alle Mog-Geschichten hatten wir nun schon zuhause, nur um ein Buch haben wir bis jetzt einen Bogen gemacht: "Goodbye Mog", die Geschichte, in der Mog stirbt und ihm eine neue Katze im Haus von Familie Thomas folgt. Als wir das Buch vor Jahren bei Amazon entdeckten, haben wir beschlossen, es nur "vielleicht bei Bedarf" zu bestellen, wenn eine unserer Katzen einmal gehen würde müssen.

Als ich nun letzten Sonntag meinen Mädchen sagen musste, dass wir unsere Pinky am nächsten Tag beim Tierarzt einschlafen lassen würden, fragte L. sofort: "Bestellst du nun dieses Mog-Buch?"
Und hier ist es nun:


Gleich auf der ersten Seite ist Mog so todmüde, dass er/sie (im Deutschen anders als im Englischen) beschließt, für immer zu schlafen. Er/sie fliegt aus ihrem Körper, bleibt aber noch ein Weilchen, um zu sehen, wie die Familie ohne Mog zurechtkommt. Prompt macht die Familie alles verkehrt und auch das neue Kätzchen, das bald darauf aufgenommen wird, ist scheu und ängstlich.


Da kehrt Mog als Geist ins Haus zurück, zeigt dem Kätzchen, wie es geht, und bringt alles in Ordnung.


 
Es ist ein wirklich wunderschönes Buch - und wenn es überhaupt ein nettes Kinderbuch über den Tod einer Katze geben kann, dann ist es dieses hier. Zwischendurch wird es sogar richtig lustig. 
Ich musste beim ersten Lesen trotzdem weinen, meine Große nimmt es auch noch eher schwer, aber die große Kleine ist begeistert und liebt das Buch. 
Und das Bild von dem durchscheinenden, bunten Katzenengel, der auf uns aufpasst, finden wir alle sehr trostreich.  

Kommentare:

  1. Hallo liebe Anneliese,

    lass Dich mal lieb drücken, wegen Eurer Katze. Das tut mir sehr leid...ich weiß selbst was es bedeutet, wenn man geliebte Tiere gehen lassen muss. Genau aus diesem Grund sind wir seit einiger Zeit haustierlos und werden es wohl auch bleiben...

    Schön, dass Deiner Kleinen das Buch gefällt, scheint ja sehr einfühlsam geschrieben zu sein.

    Mal war anderes, Deine Schneebeschwörungsshirts sind Klasse geworden. Du bist für mich die unangefochtene Applikationakönigin :-)

    Viele liebe Grüße
    Christel

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  2. ach mensch :(
    ich weiß noch wie es mir ging als ich als kind meine liebste katze verloren habe.

    ich glaube dir gern, dass das buch bei der trauerbewältigung gut helfen kann und ich wünsch euch das beste!

    glg
    halitha

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